Re: [wuplug] Verständnis Fritzbox Log:
Jens Thomas
jens.thomas at wuplug.org
Mon Sep 28 16:48:23 CEST 2009
Hi,
ich fass das nochmal zusammen ;-)
- Das Routing-Ziel muss "erreichbar" sein.
- Im LAN (z.B. ethx) werden alle erreichbaren Ziele durch eine IP/
Maske angegeben. Daher liegt das default gw ebenfalls innerhalb der IP/
Maske.
- Bei Point-To-Point (z.B. pppx) gibt es keine Maske, statt dessen 2
IPs, die erreichbar sind, einmal "du" und einmal "der Andere". Daher
ist "der Andere" direkt erreichbar und kann als default gw angegeben
werden.
Darum klappt das so mit der FritzBox.
Ergänzung: Normaler Weise erhältst du bei einer ppp-Verbindung _mit_
default gw darüber zwei neue Routen: Die erste Route ist eine Host-
Route (weil sie auf _einen_ Host zeigt), nämlich den ppp-Partner und
diese Route routet dann erst mal nur zu diesem Partner hin. Dann die
default route, die halt wie immer den schäbigen Rest, der nicht anders
zugestellt werden kann, über die 1. Route hinaus routet. Der Linux-
Kernel kennt hier sogar IMHO eine Abkürzung: Wenn eine Route gezielt
zu einem bestimmten Netzwerk-Device hingeroutet wird (in diesem Fall
i.d.R. ppp0), klappt das sogar ohne die oben angesprochenen Host-
Route, da beim ppp-Interface eigentlich klar ist, wohin die Daten
sollen, wenn sie an das Interface gerichtet sind: Nämlich zum PPP-
Partner. (Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das ein Bug oder ein
Feature vom Kernel ist oder ob da sogar total normal ist?!? :-P
cya, jens:wq
--
jens thomas
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